Donnerstag, 31. Januar 2013

Sturmwetter im Norden und die Natur in den Startlöchern

 heute morgen entdeckte ich
 auf meinem Gang zum Kompost die ersten Winterlinge



noch sind die Blüten geschlossen,
 dies ist bei dem erneuten Regen und Sturm auch nur gut so 

heute Nacht waren selbst hier
 mitten in Schleswig - Holstein Böen in Windstärke 9
und da gibt es schöne Wetterstationen, die alles aufzeichnen
wie diese in Büdelsdorf
unter diesem Link  Internetwetter
sind weitere aus ganz Deutschand

da ist meine Boshi - Mütze rechtzeitig fertig geworden


 nun habe ich weiter geschaut,
ob schon Frühlingsblüher ihre Spitzen
durch die Mulchdecke zeigen und wurde fündig
Schneeglöckchen, Traubenhyazinten , erste Krokusblätter 





 und auch die Lenzrose hat Knospen

 sowie die Christrose

und die ersten Blätter des Mohn treiben,
 wie viele andere Stauden auch
 unter ihrem alten Stengeln und Laub
 Kissenprimeln zeigen die ersten Blüten

und wie stellt man Stum dar
 Gräser im Wind ? 
 da schaukelt das Seil tüchtig nach Osten

und passend dazu das Lied von Knud Kiesewetter
hier ist der Text in plattdeutsch von dem Link

Wenn de Wind dör de Bööm weiht,
Un Gras nich mehr wassen deiht,
Un geel all ward, denn kummt de Tied.
Wenn de Storm övre't Feld geiht
Wo lang schon keen Korn mehr steiht,
Un Mehl all ward, denn ist bald sowiet.
Dat de Dag kötter ward un de Nach de duert lang,
Un de kinner vun Nabar, de warn in Düstern bang.
Wenn de Regen vun't Reitdach dröppt,
Mien Söhn buten gauer löppt,
Sonst ward he natt, denn snurrt bin'n de Kat

meine Übersetzung 
1. wenn der Wind durch die Bäume weht,
und das Gras nicht mehr wächst
und alles gelb wird, dann kommt die Zeit.
wenn der Sturm über das Feld geht
wo lange schon kein Korn mehr steht,
und mehl geworden ist, dann ist es bald soweit.
dass die Tage kürzer werden und die Nacht dauert lang,
un die Kinder vom Nachbarn denen wird im Dunkel Angst.
Wenn der Regen vom Reetdach tropft
mein Sohn draußen schneller läuft,
sonst wir er nass, dann schnurrt drinnen die Katze,



2. Wenn de Wind dreiht, vun Nord weiht,
Un Reg'n geg'n de Finster neiht,
De Schieb'n dahl rennt, denn föhl ik mi wohl.
Wenn dat Füer in Kamin brennt,
Un jeder di bi'n Vörnam nennt,
Weil he di kennt, denn is uns Hus vull.
Denn de Nabern sünd disse Tied ok nich geern alleen,
Un bi Teepunsch an't Füer ward de Wedder schön.
Wenn de Blädder sik brun farvt,
Un Water steiht inne Groof,
Denn ward dat Harvs, op uns Fresenhof.

2. Wenn der Wind dreht, von Norden  weht
und regen gegen das Fensterfegt
die Schreiben hinunterrennt , dann fühle ich mich wohl,
wenn das Feuer im Kamin brennt
und jeder Dich beim Vornamen nennt,
eil er dich kennt, dann ist das Haus voll.
Und die Nachbarn sind diese Zeit auch nicht gern allein,
Und bei Teepunsch am Feuer wird das Wetter schön.
Wenn die Blätter sich braun färben
und Wasser in den Gräben steht
dann wir es Herbst auf unserm Friesenhof .

unter diesem Link sieht man die Hochwasserwarnung
 und die aktuellen Pegelstände an der Nord- und Ostsse


die Amarylis blühen bei mir immer,
wenn die Tage schon länger werden,
zu Weihnachten ist es mir oft zu viel
und sie haben viele Knospen
nach der langen Trocken-  und Dunkelphase im Keller


und die Mütze wärmt sehr gut mit der Wolle und dem Mohair


allen eine schöne Woche
von Frauke 



Kommentare:

  1. Liebe Frauke, das sieht ja wirklich schon nach "Frühling in den Startlöchern" bei Dir aus!
    Da ich morgen von zu Hause aus arbeite, kann ich endlich auch mal im Hellen in den Garten - ich bin gespannt, was dort schon alles sprießt!
    Ein schönes, sturmfreies Wochenende, liebe Grüße, Monika

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  2. Liebe Frauke,
    Du hilfst mir gerade sehr - ich habe nämlich das Gefühl, dass in meinem Gärtchen nie wieder etwas wachsen wird... Nichts, nicht mal der kleinste grüne Halm. Ich gehe morgen gleich wieder schauen, da muss doch was zu sehen sein.

    Was für eine coole Mütze! Du scheinst wirklich ein Multitalent zu sein.

    Liebe Grüße
    Dagmar

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  3. Hallo Frauke, wir haben auch so einen Sturm, schön langsam hat man das Gefühl, dass der Wind das Haus weg weht :)

    lg kathrin

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  4. Liebe Frauke,
    die eine Traubenhyazinthe bei dir ist ja schon sehr unerschrocken weit ausgetrieben. Winterlinge habe ich auch schon knospig - ich weiß immer nicht, ob ich die ganze Mannschaft schon von Laub befreien soll oder ob es dann ausgerechnet wieder eisekalt wird.
    Viele Grüße
    Elke

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  5. Hallo Frauke,
    die Mütze werden wir wohl noch eine Weile tragen müssen - Deine sieht schön mollig warm aus.
    Ich bin auch erschrocken gewesen, dass die Frühblüher schon so weit sind, heißt das, dass der Winter bald weichen wird?

    Wir sagen übrigens Topflappen :)
    Viele liebe Grüße
    Anke

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  6. Liebe Frauke,

    nun komme ich endlich dazu, mich herzlich für den Buchtipp zu bedanken! Das ist ja ganz toll! Das Buch werde ich mir garantiert zulegen. Bin erst jetzt auf die Schneeglöckchen gestoßen. Wußte vorher gar nicht, daß es so viele Arten gibt. Nur war mir schon aufgefallen, daß einige unterschiedliche Gesichter haben.
    Die Blausternchen Scilla mag ich allerdings auch sehr gern.

    Boah, ja bei uns stürmt es auch ständig in der letzten Zeit. Es ist ganz grauslich heute. Der Regen noch dazu bzw. Schneeregen. Aber von Pflanzen ist bei uns noch keinerlei Spur. Es ist noch wie im tiefsten Winter. Da muß es bei Dir klimatisch milder sein als bei uns.

    viele liebe Grüße
    Sara

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Danke dass du dir Zeit nimmst, freue mich über Zuspruch, aber auch Kritik und Austausch.
Hoffe, ich habe dazu auch genug Zeit, Euch zu besuchen und zu schreiben.
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Frauke