Sonntag, 1. November 2026

Kein Novembergrau

 Gestern kam willkommener Besuch meiner Enkelin mit ihrer Familie.  Nun sind es schon zwei Urenkelinnnen, die die kleine Familie in Trab hält. Ich kann nur sagen,  ich bewundere die Freude und wie gut und verantwortungsvoll sie ihre Familie versorgen. Dazu die Gelassenheit, aber auch Kreativität und Ruhe,  wenn es mal laut wird. Und da ist die Kleinste mit ca drei Monaten unüberhörbar!!   Die Zweieimhalbjährige ist hier sehr vertraut,  ich habe feste Spielsachen und Bücher die immer gerne wieder genommen werden.   Sie ist so interssiert und braucht viel Aufmerksamkeit.  Es ist unglaublich was sie alles entdeckt. Dazu gibt es auch immer etwas Neues.

Diess mal bekam ihre Püppi ein Kleid.  So brachte sie diese mit zur Anprobe.  



Und so passte das Kleid dank der Maße gut. Der Ausschnitt hinten war etwas tief, durfte aber gerne so bleiben.  


Ich nähte ja dies ein zweites Mal,  das erste war im Ärmelausschnitt viel zu eng. Doch dies werde ich für ihre andere Puppe auch zum gleichen Kleid nähen.  Da nahm ich gestern auch noch Maß.  

Da bin ich gleich wieder beschäftigt.  Es war schon schwierig,  einen Schnitt zu finden. Bei Bernina wurde ich fündig.   Das Oberteil ist verstürzt,  zum Teil  hielt ich die Weite durch Kräuseln oder altem Hutgummi ein. Man wird kreativ und es fordert mich ganz anders als patchwork. 




Doch auch die Patchworkdecke in viel "November-" Grau, Schwarz Beige ind - Natur für meinen Enkel macht Fortschritte.  Nun weiß ich die Bettmaße 1,40 x 2m  , dazu darf die Decke gerne kuschig werden.  Also kommt auf die Rückseite ein Vlies.  

Da sind noch viele Rechtecke zu nähen. Nun habe ich auch angefangen,  sie gleich zu trimmen. 

Gestern waren wir auch noch im Garten. Da gab es Pilze und Marienkäfer 🐞 zu entdecken.  Doch unglaublich war ihr Blick für Wild. In der Ferne sah sie drei Rehe auf einer Wiese vor der Fähre.   Sie  wechselten vom kleinen Wald auf die Knicks der Wiesen.  Wievieke Frage da kamen und wir waren alle verzaubert. Da war keine Zeit für Photos.  
Später naschte sie noch mit Begeisterung die reifen Aroniabeeren.  Für mich sind sie immer noch zu sauer und sie ziehen den Mund zusammen.  Im plattdeutschen heisst es so schön, " Muhltrecker "!
Auch sonst ist sie alles gerne, es wird vielerlei Obst und Gemüse verzehrt.  So mochte sie später den Risottoreis besonders gern, dazu etwas Möhren und Hähnchenkeule. 
Für den großen Besuch auch  von einem Cousin aus HH war ich gut vorbereitet.   Es gab Brötchen Kaffee,  Selter , Lauchflammkuchen vom Freitag
. 

  Später  kam dann noch Hähnchenkeule vom  großen Bauernhahn in einen Bratbeutel.  Es war mit viel Gemüse, Porree,  Sellerie und Möhren bei niedriger Hitze im Backofen.  So war er schön saftig und auch gut geschmort.  


Den kaufte ich zerlegt beim kleinen Fleischmarkthändler Mirko.  Auf seinem Hof  in Friedrichsholm  mästet er diese  Hähnchen , aber auch Rinder und Schweine.  Geschlachtet, zerlegt und verarbeitet wird es bei einem Schlachter aus der Familie  Er kommt immer einmal die Wocheam Donnerstagmorgen. Der Verkaufswagen steht beim Bäcker  und hat sehr großen Zuspruch.  Es sind eben gute regionale Produkte.  
Das forderte mich gut,  aber überforderte mich auch nicht, so war mir auch meine Enkelin eine große Hilfe.   Es ist noch nicht lange her, da bekochte ich noch drei Familie.  Aber ich bin sehr froh, dies wieder zu schaffen.  

Nun noch Photos vom Garten. 


 Da in der Ferne war das Rehrudel!





Diese Rauhblattaster blüht erst jetzt richtig auf. Und ich sah noch eine Hummel an den Blüten.  Da wird nicht alles gepflückt für Sträuße. 

Das sind der Marienkäfer 🐞 

Und die Pilze 

Unten wir sagen "Kartoffelbowist"





Am Abend kamen  unerwartet noch drei Mädchen sehr schön "mit Beleuchtung als  gruselige Hexen "verkleidet vorbei.  
Als sie die beiden Kleinen sahen, waren sie sehr rücksichtsvoll und hörten auf zu gruseln!
Ich hatte mir vorsichtshalber Euros hingelegt.  Vier Jahre war nichts und nun diese schöne Überraschung.  Ich bewundere den Mut , die gute Vorbereitung mit Lied und die Freude der Kleinen.   Nun ist es hier auch sehr verhalten,    kein Vergleich zu Städten. Im kommenden Jahr werde ich einen Kürbis aufstellen und besser vorbereitet sein. 


Euch allen einen schöner November
 wünscht Frauke 






 

Mittwoch, 28. Oktober 2026

Unerwartetes an der Schleuse in Kiel

 Gestern hatte ich wieder notwenige Arzttermine. Davon einen in Kiel beim Orthopäden.  Meiner Schulter geht's dank der intensiven Behandlung immer besser. Es ist schön, wenn ein Arzt sich auch darüber freut. Er übernahm eine Stelle in der Gemeinschaftspraxis . Er ist sehr engagiert und schaut genau in der Diagnostik.  

Da es im Norden von Kiel ist, wollte ich meinen Spaziergang mal an der Schleuse machen.  Es gibt dort bei der Nordmole einen Imbiss mit Blick auf die Schleuse und Förde.  Doch was ich dann dort sah, hat mich sprachlos gemacht.  

Vor sehr vielen Jahren, ca 20  Jahren  war ich dort genau das letzte Mal.  Damals gab es auch einen kleinen Verkaufswagen am Anfang  der Mole.  Diese Fläche war noch voll zu zu betreten.  Meine  tochter und ihr Freund konnten damals noch einen Wohnwagen, - mobil da abstellen im Frühjahr. Heute gibt es dort extra nahe Marinegelände Scheerhafen  einen kleinen Wohnmobilstellplatz, der sehr gut belegt ist. 
Dies Schild weist darauf hin. 


Ich ging weiter nach rechts und kam an das Gebäude, nur   wo ist der Imbiss?!
Früher war darin mal eine kleine Werft.. heute ist es Museum mit Objektn der Fünfzigern. 


Hier ging es weiter  und dann öffnete sich der blick auf den NOK mit der Schleuse Holtenau.  

 Es ging weiter an den Strandkörbe vorbei 
Mit dem Schild Cannabis rauchen verboten und Radfahren verboten!



Und dann kamen diese vielen Blumen in Kübeln gepflanzt,  ein Paradies an Blüten 


Da versteckte sich dann auch der Kiosk 







Unglaublich diese Menge und Vielfalt an stauden und Sommerblumen.  Ich habe längs nicht alles geknipst. 
Für mich gab es einen Kaffee und eine Suppe.  Ich setzte mich in den schönen geschützten Wintergarten.  
Diesen Blick hatte ich auf die Förde und die Schiffahrt. 







Eine Schleusenkammer , Nord, wurde befüllt, die andere, Süd , wurde geleert.  
Es wurde auch Schlepperhilfe in Anspruch genommen.  

Diese großen Schleusen sind nun schon über 100 Jahre alt.  im Sprachgebrauch hießen sie früher Neue Schleuse im Gegensatz zu der sehr Alten kleinen Schleusenanlage. Diese ist nun schon länger außer Betrieb und soll erneuert werden. Nur wann es fertig wird, sagt niemand. 
Doch im Verkehrsministerium führte das  Wort neu für über  100 Jahre zu falschen Einschätzungen. 
Nun sagt man große und kleine Schleuse!!

Anschließend ging ich nochmals den Weg bis zum Zaun ab. 



Ich kam mit zwei  Seniorennen ins Gespräch.  
Diese riesigen Berge mit Schotter sind auch erst in den letzten Jahren hier so groß und hoch gelagert worden.  
Sie sagten , im Stadtteil Wik heißen sie die "Wiker Berge"!






Hoffentlich halten die Betonwände?!



Der Kiosk von der anderen Seite mit dem Wintergarten..

Ich ging nun über den Parkplatz zurück zur Straße.  Das hatte ich anfangs übersehen. 




Unten ist nun die Nordmole mit dem LKW Verkehr und dem Schotter. 





Ein blick auf den Marinehafen und das Gelände.  Diese Gebäude stehen leer. 
Diese Beeren sah ich dort noch, Hagebutten,  Ebereschen, schwarze Hagebutten und Ligusterbeeren, wichtig für die Vögel!



Dies  alles hatte ich noch ganz anders in Erinnerung.  Aber zwanzig Jahre war es bestimmt her und es sind auch viele Jahre!

Dieser Kiosk,  der Stellplatz... der kleine Weg,  das alles soll militärisches Marinegelände werden. Es gibt diverse Proteste dagegen und auch werden Stimmen gesammelt.  

Damit hat sich und wird sich wieder  soviel ändern  

   Früher:

Es war im Frühjahr dort Heringszeit. Meine Enkel waren bei mir zu Besuch und sie wollten angeln.  Im NOK hatten wir kein Glück.  Also fuhr ich mit ihnen dorthin zur Mole.  

Da war kaum Schotter und  noch sehr viele Angler.  Ich stellte sie  mit ca  fünf und sieben Jahren hinter einen Sicherungskasten.  Denn es war dort kein Geländer, keine Schwimmwesten dabei und es war hohe Kante und tiefe Förde.  Beim Auswerfen half ich zum Teil.   Ein weiterer Junge stand dort auch. Sie holten mit ihrem langsamen Aufrollen der Leine viele Heringe aus der Förde.  Alle Angler kamen näher, denn sie hatten nicht soviel Glück.  Bei ca zwanzig Heringen war es für uns genug. Ich hatte ihnen meine Jacken gegeben.  Überglücklich und etwas durchgefroren vom  Ostwind ging es nach Hause.  Da gab es dann Heringe sattt.  Heute darf man da nicht mehr Angeln.  So gehen immer mehr Plätze für die Anwohner verloren.  

 

Gestern erst ließ ich mich beim Hausarzt gegen Grippe und auch gegen Corona impfen.   Als ich hörte,  dass eine Ministerin  ihre Reise nach China wegen Corona absagen musste, war mir klar, es wird nie vorbei sein mit dieser Krankheit.  So gehört es nun für mich zur Standard Impfung im Herbst dazu.. heute schmerzt etwas der Arm aber ansonsten bin ich gut drauf.  

Wie froh bin ich, dass es all diese Impfungen für mich und die Familie gibt.  Meine Mutter hatte noch Polio,  ich als Kind noch Keuchhusten sehr lange mit Spucken, dann Masern, Windpocken,  Mumps als Erwachsene,  Röteln weiß ich nicht...In der früheren Familie starben Mutter und Tochter  an Diphtherie,  ein junger Vater an Sepsis....

Ich bin dankbar für die sehr gute Vorsorge und Medizin. 

Mit der Sonne von heute wünsche ich einen schönen Mittwoch. Später geht's noch wieder raus. 





Diese beiden Sträuße pflückte ich vor dem Sturm.  Immer noch blühen sie schön im Haus.  Die Farben des Herbstes tun mir so gut. 



Auf dem Spaziergang am Sonntag im Ort gesehen 


Liebe Grüße von Frauke 

und Dankeschön für die herzlichen Kommentare