Sehr viele Patchworkdecken nähte ich schon. Es gibt große, kleine, Plaids, Tischdecken und Läufer aus neuen Stoffen, aber auch viele aus Oberhemden. Für mich sollen diese Decken gerne im Gebrauch sein. Deshalb ist der Großteil der Decken verschenkt. Gerade die leichten schlichten Decken aus Hemdenstoffe und Baumwoll- Ikea Stoffen auf der Rückseite werden auch gerne zum Picknick ect. genutzt. Doch es gibt auch Decken mit warmen Vliesstoffen auf der Rückseite zum Einkuscheln. Ganz selten kommt eine Decke an die Wand, nur wenn es kleiner schmaler Quilt ziert mein Nähzimmer. So hat jede ihre Vorlieben.
Nun stand eine Hochzeit in der engsten Familie an. Ich erfuhr es schon früh und da traute ich mich nochmal an eine Decke heran.
Es ist so schön, dies mit allen zu erleben und gemeinsam zu feiern.
Ich kenne die Lieblingsfarben und Vorlieben beider für Naturfarben. Diesmal sollte es keine bunte typische große Bettdecke werden. So dachte ich an ein größeres Plaid, dass man an kühlen Tagen draußen auf der Terasse oder im Wohnmobil beim Campingplatz nutzen kann.
Mein sonstiger Laden , die Stoffeule, hatte da nicht die Auswahl an Stoffen. Vor langer Zeit hatte auf einem Nähtreff in Plön wunderschöne changierte Stoffe gesehen, die damals sehr nachgefragt sind. Ich fand den Hersteller, Grunge Stoffe, heraus und auch Bezugsquellen, so u.a. auch Grits laden. Da gab es eine großartige Auswahl . Die Lieferung erfolgte sehr schnell und wie bestellt .
Das Muster sollte nicht zu kompliziert sein, der Stoff sollte wirken. Dazu sollte es mich zwar fordern, aber nicht überfordern und auch meiner Kreativität Raum geben. So ist es mir zu langweilig immer genau nach einer Vorlage zu nähen. So wählte ich das Muster " Hidden Wells".
Dues nähe ich gerne. Da kann ich in verschiedenen Farben und Breiten die Streifen zusammen nähen.
Die Größe der jeweils vier Quadrate richtet sich nach der Stoffbreite. In denke, im Internet findet man dazu gute Anleitungen. Man darf mich aber auch privat dazu gerne per Mail fragen.
Zu Beginn meiner Patchworkzeit, vor über 30 Jahren, hatte ich nach diesem Muster schon eine genäht. Ich erlernte es in Neumünster im Kunstgewerbeladen, der Lupine, eine sehr schöne Decke für diese Tochter schon genäht. Den Laden gibt es leider nicht mehr, es gab da so schöne Stoffe.
Es werden Streifen zusammen genäht. Diese zu vier Quadraten geschnitten. Diese dann diagonal geviertel. Die gleichen Dreiecke werden zu neuen Quadraten zusammen genäht
So skizierte ich mir die Musterstreifen auf Papier.
Jedes Quadrat ist 10 inch groß.
Zusammen genäht schnitt ich sie auf 9 inch. Es sollte in der Mitte ein breiterer Streifen und keine Naht sein.
An vielen Nachmittagen nähte ich so immer wieder vier Quadrate zu Blöcken zusammen, wie ich es gesundheitlich konnte.
Und es entstehen diese Muster.
Hier die Decke nochmals in voller Größe.
Die Rückseite sollte kuschlig sein , aber mal kein Motto oder Vlies. Auf Föhr fand ich diesen Stoff, es ist ein gefütterter, man kann auch sagen angerauhter grauer Jersey.
Es war übrigens eine wunderschön sortierte Stoffabteilung im Käseladen von Alkersum.
Ich quiltete mit der Nähmaschine .
Auch das Bindung nähte ich erst von links dann von rechts mit der Maschine an.
Für die Decke gab große Freude und Anerkennung.
Am Abend wurde ich auch schon um zwei weitere gebeten, gerade von jungen Leuten...... Ihnen gefielen die Farben und Stoffe.
Diese Stoffreste werde ich da hoffentlich noch verwenden können...
Bilder der Hochzeit teile ich nur privat, doch hier im Leuchtturm war die standesamtliche Trauung .
Am gleichen Tag vor 130 Jahren war dort die Grundsteinlegung zum Bau des NOKs mit Kaiser Wilhelm.
















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