Samstag, 7. November 2015

Quitten: mein Hamstern für den Winter

 noch immer lagern Quitten draußen auf der geschützten Terasse 

  sie sind reif genug 
und einige beginnen auch schon von innen zu bräunen

aus den vielen kleinen Quitten
wird nun Saft mit der Zentrifuge gepresst

 Es ist sehr zeitaufwendig
 und ich mag es alles in Ruhe erledigen.
Dann nehme ich mir an dem Tag auch nichts anderes vor!

Dazu  trage ich alte Kleidung,
 denn der Saft ist sehr farbecht!

 Denn es gibt immer wieder  Unterbrechungen wie :

Früchte sortieren, waschen und  dunkle Stellen abschneiden.
Schimmlige Früchte kommen sofort in den Komposteimer!

Der Pelz geht sofort beim Waschen ab 
und braucht nun nicht mehr mühsam abgerieben werden  



 die Zentrifuge aufbauen,
 Schüsseln, Töpfe, Gläser, Siebe , 
Litermaß und...bereitstellen


da das Sieb sich schnell voll hartes Fruchtfleisch setzt,
muss ich immer nach einer Saftfüllung von  ca 1/2l ,
das Sieb der Zentrifuge mit einem Teigschaber reinigen.

Den Behälter dann auch in den Komposteimer  leeren.

 den Saft sofort in einen Topf füllen 
und gleich aufkochen,
 damit er nicht zu dunkel wird.
Zitronensaft verwende ich nicht mehr,
der Saft schmeckt mir so zu zitronig!

 mit einer Schaumkelle nehme ich
 den gekochten festen Schaum heraus 
und siebe diesen Saft in einen zweiten Topf 


Wenn alles gepresst ist,
koche dích den Saft erneut zum Sterilisieren auf.
Diesen fülle ich kochendheiß in die sauberen Gläser.
Später wird daraus Quittengelee.
Und es ist der reine Saft ohne Wasserzusätze.


Für mich sind die über fünf Liter Saft sehr kostbar.
 Es ist ein hohen Arbeits- und Zeitaufwand, 
den ich aber sehr gerne mache.

Und es sind nicht nur  willkommene Geschenke...
nicht nur  für die Spender des Quittenbaumes;
sondern auch ich verzehre Quitten sehr gern.  


Die schönen großen Quitten schälte und entkernte
 ich  für weitere sehr beliebte Quittenkonfitüre.

 
Die Spalten garten in dem vorher gepressten Saft,
 und  im Saft aus den Schalen, 
die   ich  im Schnellkochtopf aufkochte

 Morgen geht weiter damit..
 
 Vorräte  waren in meiner Kindheit und Jugend selbstverständlich.
So gab es diverse Saftflaschen und Marmeladengläser,
Weckgläser nicht nur mit Gemüse und Kompott,
sondern auch mit Fleisch und Wurst.
Dazu kühl gelagert,
selbst hergestellte Wurst und Rauchwaren aus der Räucherkate
und im Keller die  Kartoffel- Möhrenkiste,  Apfelhorden.....,

Bei meiner Tante gab es beim Fernsehtreff
 jeden Abend eine große Schüssel  Äpfel ,
es wurden immer  die mit Stich geschält und ausgeschnitten,
es waren  kleinste Faulstelle,
denn die andereren konnten ja noch lagern!

Vieles änderte sich mit den ersten Gefriertruhen.

Und doch gehörte im Sommer und Herbst
für mich  das Ernten und Bevorraten aus eigener Ernte einfach dazu.

Und ich bin froh, dies  noch zu können.

Und in Plön hamsterte ich Ideen zu Nähprojekten.
So durfte ich mir Schitte abmalen, 
natürlich nur von freien Vorlagen.

  Freue mich gleich auf Nähen  mit den dänischen Stoffen für...
wird nicht verraten
Und auch in der Werkstatt werkelt mein GG für ein Fest .  
Wie und Was darf niemand sehen,
 erst zum runden Geburtstag....


und draußen kommt der erste Herbststurm  
mit viel Wind und Regen.
mag es so !!
Allen Grüße von Frauke


Ein Tief zieht von der Nordsee zum Baltikum. Es sorgt in
Norddeutschland für milde, wechselhaft und windige Witterung.

WIND:
An den Küsten und im nördlichen Binnenland treten bis zum Morgen
STURMBÖEN um 75 km/h (Bft 8 bis 9) aus Südwest, später West auf.
Sonst kommt es zu WINDBÖEN um 55 km/h (Bft 7) auf. In der Nacht zum
Montag lebt der Wind erneut auf.

Deutscher Wetterdienst, RSZ Hamburg / Hartig

Kommentare:

  1. Liebe Frauke,
    mit Vergnügen habe ich Deinen "Quitten-Post" gelesen und mich auch gleich an meine Kindheit erinnert. Meine Mutti hat auch viel eingemacht und...wir hatten noch eine richtige Speisekammer, die - halb in der Erde - immer schön kühl war. Der erste richtige Herbst-Sturm hat bei uns gerade ans Fenster gekloppt. Meno hat es mal wieder richtig vorher gesagt. Ich wünsche Dir ein vergnüglichen Nähen in der warmen Stube.
    Liebe Grüße Anke

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  2. Recht hast Du mit vielen:

    Ich liebe auch den Sturm und den Herbst, ich finde das soooo inspirierend und ich kann das als kreativer Mensch immer gut gebrauchen.

    Ich kann nicht einmachen, Marmelade kochen oder sowas. Diese Dinge sind erhaltenswert.

    Nana

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    1. Hallo Nana, freue mich über den Vergleich zur Kreativität. Grüße von Frauke

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  3. Auch bei uns waren Vorräte Selbstverständlich. Heute nicht mehr so sehr, nur Seife und Waschpulver (hab ich von der Oma). Quittengelee schmeckt so lecker, leider bin ich hier die einzige, die noch Marmelade isst. Drum koch ich keinen mehr.

    Sigrun

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    1. liebe Sigrun, nun ernte ich vieles Obst im Garten. Auch nur ich esse die Marmelade, aber das jeden Morgen zum Frühstück.
      Diese kommt auch in den Quark und Jogurt. Allerdings verschenke ich sehr vieles, gerade an Senoiren und alleinstehende ohne Gärten, die diesen Geschmäck noch aus ihrer Kindheit kennen. Grüße von Frauke

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  4. Liebe Frauke,
    ich habe gerade mal 2 Kilo Quitten (geschenkte) zu Konfitüre verarbeitet....da kann ich mir gut vorstellen, was das für eine Arbeit ist, die du dir gemacht hast. Bei meinen Eltern gab es früher etliche Obstbäume im Garten und das Einmachen war einfach selbstverständlich, auch wenn ich dampfentsafteten Saft nicht so gerne mag. Aber Kompott war immer lecker. Das kennen unsere Kinder gar nicht mehr so, weil es immer frisches Obst zu kaufen gibt....
    Liebe Grüße, Sigrun

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  5. Meine Mutter hatte auch immer den Keller voll mit Eingemachtem. Die Bohnen und Zwetschgen waren immer so lecker, aber die Birnen konnten wir nicht mehr sehen. Es waren zu viele und deshalb gab es sie zu oft. Heute hätte ich gerne ein Glas davon.
    Ich habe ja keinen Nutzgarten und koche auch nicht ein.
    Du hast dir ja viel Arbeit mit den Quitten gemacht. Aber das Gelee ist schon lecker. Ich kaufe manchmal ein Glas bei meiner Apfelhökerin aus dem Alten Land. Sie kocht alle Reste, die nicht verkauft werden, zu Marmelade.
    Sturm hatten wir hier kaum, es war nur etwas windiger als sonst.

    Viele Grüße
    Margrit

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  6. Liebe Frauke,
    "farbecht" ist sehr nett ausgedrückt :-)
    Ab nächstes Jahr möchte ich auch Quitten pflanzen im Schrebergarten und freu mich schon auf die Marmelade.
    Herzliche Grüße, Angela

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Danke dass du dir Zeit nimmst, freue mich über Zuspruch, aber auch Kritik und Austausch.
Hoffe, ich habe dazu auch genug Zeit, Euch zu besuchen und zu schreiben.
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Frauke